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14.9. Welt-Neurodermitis-Tag: Patientenforum Allergie am Universitätsklinikum Augsburg

Veranstaltungshinweise

12.09.2019

Anlässlich des 2. Welt-Neurodermitis-Tages veranstaltet die Direktorin für Umweltmedizin, Professorin Claudia Traidl-Hoffmann, gemeinsam mit dem Allergieinformationsdienst (Helmholtz Zentrum München) ein Patientenforum Allergie mit Fokus auf Neurodermitis bei Kindern und Erwachsenen, welches am Samstag, 14.09.2019, im Foyer und im Hörsaal des Universitätsklinikums Augsburg abgehalten wird. Beginn ist 10 Uhr.
Diese Veranstaltung ist für Patienten mit Allergien und an Neurodermitis erkrankte Erwachsene, Kinder und deren Angehörige konzipiert, die sich über den aktuellen Stand der Therapie und Vorsorge informieren möchten. Hierfür sind Fachärzte und Wissenschaftler sowie Selbsthilfegruppen und Patientenvertretungen vor Ort. Themenrelevante, aktuelle Vorträge und die Möglichkeit des persönlichen Gespräches zeichnen dieses Patientenforum aus. Die Anmeldung ist über die Webseite des Allergieinformationsdienstes und per E-Mail möglich. Zur Anmeldung gelangen Sie hier. Eine Informationsbroschüre können Sie hier herunterladen.


Die Themen des Patientenforums am 14.9. sind u. a.:

  • Neurodermitis: Durch Forschung zu neuen Therapien - Licht am Ende des Tunnels
  • Die Haut von Kindern ist besonders - Was bedeutet das für die Neurodermitis?
  • Basispflege und Prävention von akuten Neurodermitis-Schüben
  • Mikrobiom: Einfluss von Bakterien auf die Neurodermitis
  • Hilfe für die Haut und gegen Juckreiz - Was kann ich selber tun?

 

Die Umweltmedizin macht Neurodermitis zum ständigen Thema: Erkrankte, Forschende und Behandelnde sowie Politik und Gesellschaft müssen informiert bleiben

Traidl-Hoffmann ist Direktorin für Umweltmedizin am UNIKA-T, TUM und HMGU, sowie am Universitätsklinikum Augsburg. Dort leitet sie die Hochschulambulanz für Umweltmedizin, in deren Sprechstunde Sie Menschen mit teils schwerer Neurodermitis und Allergie behandelt. Die schweren Symptome, vor allem auf der Haut, der andauernde Juckreiz, die stark verminderte Lebensqualität und die Sorgen der Angehörigen sind für Traidl-Hoffmann Anlass genug, das Thema Neurodermitis seit nunmehr fünf Jahren auf der ständigen Tagesordnung zu halten. Am 19. und 20.7. fand das 2. Augsburger Neurodermitis-Symposium statt (wir berichteten), eine Vortragsreihe für Wissenschaftler und Fachärzte. Das am 14.9. stattfindende Patientenforum informiert nun die betroffenen Menschen. Traidl-Hoffmann ist im wissenschaftlichen Beirat des Allergieinformationsdienstes, der einen wichtigen Teil der Prävention (und Therapiebegleitung) übernimmt: nämlich die Patienteninformation über Therapieoptionen (wie der spezifischen Immuntherapie oder die Symptombehandlung bei Juckreiz und entzündeter Haut), über Krankheitstrigger und dabei v. a. Umweltfaktoren als Auslöser und über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch Luftschadstoffe können allergische Erkrankungen verursachen. Studien haben gezeigt, dass Kinder, die an viel befahrenen Straßen aufwachsen, häufiger an einer Neurodermitis erkranken als Kinder, die an Orten mit weniger Luftschadstoffbelastung groß werden. Die Forschung von Traidl-Hoffmann und der Umweltmedizin ist deshalb ganzheitlich ausgerichtet. Von Umweltfaktoren über Bakterien bis hin zu immunologischen Abläufen auf molekulare Ebene sowie der Psyche und den Symptomen wird die Neurodermitis erforscht. Dabei sind Registerstudien wie ProRaD entscheidend, um den natürlichen Verlauf der Neurodermitis nachzuvollziehen und Vorhersagen über den Krankheitsverlauf und entsprechend Therapie- und Präventionsoptionen treffen zu können. Teilnehmende des Patientenforums sind eingeladen, sich über die Studien zu informieren und haben die Möglichkeit, selbst an den Studien teilzunehmen und darüber die Forschung zu unterstützen.


Allergie und Neurodermitis - zwei atopische Erkrankungen mit Umwelteinfluss

Die Allergie und Neurodermitis sind beides atopische, also durch eigentlich unschädliche Umweltfaktoren verursachte Immunreaktionen, die sich an verschiedenen Körperregionen – insbesondere der Haut – durch Entzündungsreaktionen und oft mit Juckreiz äußern. Bei etwa einem Viertel aller Kindern kommt es in den ersten Monaten nach der Geburt zu einer Neurodermitis, die meist gefolgt von Nahrungsmittelallergien die sogenannten Allergiker-Karriere einleitet. Diese ist bis ins Erwachsenenalter geprägt von unterschiedlichen atopischen Erkrankungen wie Pollenallergien im frühen Erwachsenenalter und später Asthma oder Heuschnupfen und vor allem bei älteren Menschen Kreuzallergien bei Nahrungsmitteln und erneut Neurodermitis. Deshalb ist es der Dermatologin Traidl-Hoffmann ein wichtiges Anliegen, über die Ursachen in der Umwelt, die richtige Prävention und Therapie sowie den aktuellen Forschungsstand insbesondere hinsichtlich des Mikrobioms zu informieren. Neben der richtigen Hautpflege ist die Diversität der Nahrung und der Umwelt ein entscheidender Faktor, um den atopischen Krankheitsverlauf bereits in den ersten Jahren zu stoppen bzw. ganz zu vermeiden.

 

Folgen Sie der Umweltmedizin am UNIKA-T und dem Allergieinformationsdienst auf Twitter:

@UNIKAT_IEM

@Traidl_Hoffmann

@Allergieinfo_M

 

 

Info Patientenforum NeurodermitisDas Foto zeigt die erste Seite der Einladung zum Patientenforum am 14.9. (Flyer: Allergieinformationsdienst)

Studienzentrum UNIKA T Fotorechte UNIKA T 21Das Foto zeigt das Arztzimmer an der Hochschulambulanz für Umweltmedizin, in dem an Neurodermitis erkrankte Kinder und Erwachsene neben der ambulanten Sprechstunde auch über Studien und die aktuelle Forschung informiert werden (Foto: UNIKA-T)

Bild Patient 2. ANSDas Foto zeigt die an Neurodermitis erkrankte Gesichtshaut eines Erwachsenen (Foto: C. Traidl-Hoffmann)

HandInHand fuer NeurodermitisDas Foto zeigt eine an Neurodermitis erkrankte Kinderhaut, die in der schützenden Hand eines Erwachsenen liegt (Foto: Shutterstock)