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2. Augsburger Neurodermitis-Symposium - Wissenschaftlich-Medizinische Vortragsreihe etabliert sich am Universitätsklinikum Augsburg

Umweltmedizin: Seminare / Symposien / Veranstaltungen

26.07.2019

Am 19. und 20. Juli 2019 fand am Universitätsklinikum Augsburg das vom UNIKA-T-Förderverein GEWISA e. V. und der AG Allergologie der DDG veranstaltete 2. Augsburger Neurodermitis Symposium statt. Mit fast 200 Teilnehmenden an beiden Vortragstagen etablierte sich diese wissenschaftlich-medizinische Vortragsreihe weiter innerhalb der (dermatologischen) Forschungsgemeinschaft, die Fachärzte und Forschende aus dem gesamten Bundesgebiet ans Universitätsklinikum nach Augsburg holt. Sowohl von Seiten der Vortragenden und Teilnehmenden als auch von Seiten der Industrieaussteller gab es einstimmig großes Lob für die Themenwahl und Rahmenbedingungen.


Die wichtigsten Ereignisse des 2. Augsburger Neurodermitis-Symposiums waren:

  • Als Schirmherrin des Symposiums setzte die Präsidentin der Universität Augsburg, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, ein klares Signal für das im Wintersemester 2019 beginnende Studium der Humanmedizin an der neuen medizinischen Fakultät in Richtung eines interdisziplinären Forschungsansatzes zum Thema „Umwelt und Gesundheit“.
  • Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin für Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg und Ordinaria für Umweltmedizin am UNIKA-T, TUM und HMGU, schaffte es mit dem Symposium, klinische Forschung an der Modell-Erkrankung Neurodermitis und Forschung am Klimawandel in einem Themenkomplex zu thematisieren.
  • Mit Ehrenreferent Prof. Dr. Harald Lesch und Dr. Martin Herrmann nahmen zwei führende Klima-Experten Deutschlands das Symposium als Anlass, die Forschungsgemeinschaft und leitende Mediziner über die Folgen des Klimawandels für die Gesundheit zu informieren.
  • Mit den Vortragenden referierten leitende Ärzte und Wissenschaftler über das gesamte Themenspektrum von der Grundlagenforschung bis zur Edukation bei Neurodermitis. Damit stellten sie die Basis für neue, kollaborative Forschungsprojekte und vermittelten nicht nur den Nachwuchswissenschaften das dafür erforderliche Wissen, sondern zeigten auch den niedergelassenen Ärzten konkrete Handlungs- und Behandlungsstrategien bei der Neurodermitis auf.
  • Der Verein „GEWISA – Freunde und Förderer der Gesundheitswissenschaften in Augsburg, e. V., bewies mit dem Symposium seine Funktion, das UNIKA-T als Forschungsverbund beim Aufbau und der Pflege eines internationalen Forschungsnetzwerkes zu unterstützen.

 

Das Augsburger Neurodermitis-Symposium ist Zentrum des Netzwerkes „Neurodermitis“

Für viele der Vortragenden und Teilnehmenden war das 2. Augsburger Neurodermitis-Symposium Anlass, sich zukünftig am Forschungsnetzwerk „Neurodermitis“ zu beteiligen und eigene Projekte voranzubringen. Dr. med. Thorsten Hornung, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie vom Universitätsklinikum in Bonn (siehe Foto), befand etwa das 2. Augsburger Neurodermitis-Symposium als einzigartig hinsichtlich Themen und Netzwerk. Seiner Meinung nach seien alle Themen von den Grundlagen des Klimawandels bis hin zur klinischen Anwendung und sogar Immunologie bei Neurodermitis wie bei einer Rundumschau verständlich geworden. Für ihn war das Programmheft des Symposiums als PDF-Datei von Vorteil. Dieses hatte er sich auf sein Tablet geladen und konnte dort digital die für alle Vortragenden extra vorbereiteten Notizseiten mit eigenen Anmerkungen versehen (siehe Foto). Bei der bestens organisierten Rahmenveranstaltung „Fuggerei Augsburg“ hatte er außerdem die Möglichkeit, mit der Vize-Rektorin für Forschung an der Universität Salzburg, Prof. Fatima Ferreira-Briza, dem Leiter der Forschergruppe Allergologie am Universitätsklinikum Freiburg, Prof. Stefan Martin, und der Arbeitsgruppenleiterin für Umweltepidemiologie von Lunge, Gehirn und Hautalterung am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung gGmbH, Dr. Tamara Schikowski – die alle drei als Vortragende an dem Symposium teilnahmen – über Forschungsinhalte zu sprechen. Sollten sich für Hornung zukünftig Forschungsprojekte mit entsprechender Themendeckung ergeben, hat er jetzt mehr Forschungskontakte. Das Netzwerken auf dem Augsburger Neurodermitis-Symposium funktioniere bestens, meint der Facharzt für Dermatologie abschließend.

 

Planungen für das dritte Augsburger Neurodermitis-Symposium beginnen

Für Traidl-Hoffmann beginnen jetzt bereits die Planungen für das dritte Augsburger Neurodermitis-Symposium, was voraussichtlich in eineinhalb bis zwei Jahren abgehalten werden soll. Für die Expertin im Bereich der Umweltmedizin und des Klimawandels könne das jetzt fest etablierte Netzwerk für die Neurodermitis nicht einfach eine Zwischenzeit überdauern. Vielmehr gehe es darum, konkrete Erfolge insbesondere in der Prävention und Therapie beim atopischen Ekzem zu erreichen, damit diese beim nächsten Symposium präsentiert und Folgeaktionen unternommen werden können. Professor Uwe Gieler (siehe Foto) vom Universitätsklinikum Giessen betonte, dass dieses Symposium zukunftsfähig sei, sich aber erst an den Kliniken und bei den Niedergelassenen deutschlandweit herumsprechen müsse. Er halte das zweite Augsburger Neurodermitis-Symposium bereits für eine hochwertige Fachveranstaltung und gehe davon aus, dass beim dritten Symposium dieser Art weit mehr Fachärzte aus den gesamten deutschsprachigen Forschungs- und Klinikbetrieben ans Universitätsklinikum in Augsburg anreisen werden, als es jetzt, beim zweiten Symposium, bereits der Fall war.

 

Industrieausstellung präsentiert neueste Entwicklungen für das Therapie-Management der Neurodermitis

Für die vielen Industrieaussteller war das 2. Augsburger Neurodermitis-Symposium am Universitätsklinikum Augsburg eine geeignete Veranstaltung, um ihre Pflege- und Medizinprodukte sowie zielgerichtete Therapeutika dem Fachpublikum zu präsentieren. An insgesamt 16 Ständen standen kompetente Ansprechpartner den Medizinern und Forschern Rede und Antwort. Die Interaktion mit der Pharmaindustrie stellt einen wichtigen Baustein in der translationalen Forschung da, weswegen Traidl-Hoffmann sich auch sehr über das große Interesse der Industrie an dem 2. Augsburger Neurodermitis-Symposium erfreute.

 

Posterpreise des 2. Augsburger Neurodermitis-Symposiums für die (Nachwuchs )Wissenschaften

An beiden Veranstaltungstagen gab es eine Posterpräsentation zum Thema „Translationale Forschung im Bereich Umwelt und Gesundheit“. Für insgesamt 23 Poster entschied ein wissenschaftliches Komitee über insgesamt sechs Posterpräsentationen, die mit jeweils 250 € Förderung ausgezeichnet wurden. Die Fördersumme wurde dankenswerterweise von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH bereit gestellt, die damit den (Nachwuchs-)Wissenschaften Unterstützung für eigene Forschungsprojekte zukommen lässt. Die Posterpreiskommission des Symposiums – Prof. Fatima Ferreira-Briza, Prof. Michael Gerstlauer, Dr. Felix Lauffer, Prof. Martin Steinhoff – vergaben die Posterauszeichnungen an: Andreas B. Weins vom Universitätsklinikum Augsburg, Dr. Stephan Traidl von der Medizinischen Hochschule Hannover sowie Jamie Afghani, Daniele De Donato, Avidan Neumann, Mehmet Gökkaya vom Lehrstuhl und Institut für Umweltmedizin. GEWISA e. V. gratuliert den Gewinnern ausdrücklich zum Förderpreis.


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4. Augsb. Neurod. Symp. Hoersaal mit Teilnehmenden Foto UNIKA TDas Foto zeigt den Hörsaal während eines Vortrages auf dem 2. Augsburger Neurodermitis-Symposium (Foto: UNIKA-T)

4. Augsb. Neurod. Symp. H. Lesch bei Vortrag Foto UNIKA TDas Foto zeigt Prof. Harald Lesch während seines Vortrages „Klimawandel und die Folgen für die Gesundheit“ (Foto: UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. M. Reiger bei Vortrag Foto UNIKA TDas Foto zeigt Referent Dr. Matthias Reiger und Diskussionsleiter Dr. Michael Gerstlauer während der Vortragsreihe.

2. Augsb. Neurod. Symp. T. Hornung mit Tablet Foto UNIKA TDas Foto zeigt Dr. Thorsten Hornung beim Kommentieren eines Referenten über die PDF-Version des Programmheftes auf einem Tablet. (Foto: UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. T. Hornung beim Netzwerken Foto Majewski UNIKA TDas Foto zeigt v.l. Dr. Thorsten Hornung im Gespräch mit Prof. Fatima Ferreira-Briza, Dr. Tamara Schikowski und Prof. Stefan Martin auf der Rahmenveranstaltung des Symposiums „Fuggerei Augsburg“ (Foto: Majewski/ UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. U. Gieler Foto UNIKA TDas Foto zeigt Prof. Uwe Gieler, Referent des Symposiums (Foto: UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. A. Neumann bei Posterpraesentation Foto UNIKA TDas Foto zeigt Posterpreisgewinner Prof. Avidan Neumann 1. v. l. bei seiner Präsentation. Daneben sind Moderator Dr. Michael Gerstlauer 2. v. l. und die Symposiumsdirektorin Prof. Claudia Traidl-Hoffmann 1. v. r. zu sehen (Foto: Thomas/ UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. A. Chaker Foto UNIKA TDas Foto zeigt Priv.-Doz. Adam Chaker bei seinem Vortrag auf dem Symposium zum Thema „Rhinitis“ (Foto: UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. Posterpreisverleihung Foto Thomas UNIKA TDas Foto zeigt die Moderatoren und Gewinner der Posterpreisverleihung (Prof. Claudia Traidl-Hoffmann stv. für Dr. Stephan Traidl) (Foto: UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. Grafik zu Klimawandel Foto UNIKA TDas Foto zeigt eine Grafik zum Klimawandel der Erde aus Prof. Leschs Vortrag (Foto: UNIKA-T)

3. Augsb. Neurod. Symp. Rahmenveranstaltung Foto Majewski UNIKA TDas Foto zeigt Teilnehmende der Abendveranstaltung „Fuggerei Augsburg“ (Foto: Majewski/ UNIKA-T)

2. Augsb. Neurod. Symp. T. Majewski und C. Traidl Hoffmann Foto UNIKA TDas Foto zeigt die Symposiumsdirektorin Prof. Claudia Traidl-Hoffmann mit der Organisationsbeauftragten für das Symposium, Tanja Majewski (Foto: UNIKA-T)