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20 Jahre Umweltforschungsstation Schneefernerhaus - Professorin Claudia Traidl-Hoffmann im Gespräch mit dem bayerischen Staatsminister Thorsten Glauber

Netzwerk, Verbund, Kooperation

12.11.2019

Am 08.11.2019 fand das Jubiläum anlässlich 20 Jahre Forschung auf der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus statt. Zu diesem Anlass gab es eine Diskussionsrunde, an der die Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann mit dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber sowie Dr.-Ing. Karl-Friedrich Ziegahn (KIT-Zentrum Energie) und Landrat Anton Speer (Garmisch-Partenkirchen) teilnahmen. Glauber betonte, wie wichtig es sei, den Klimawandel zu verstehen und hierfür Forschungsgelder bereitzustellen. Traidl-Hoffmann erklärte die Bedeutung des Alpenraums für die medizinische Rehabilitation und Forschung. Speer seinerseits betonte die Bedeutung der Forschung am Klimawandel mit dem Schneefernerhaus als Leuchtturm der Wissenschaft im alpinen Raum. Im Rahmen der Veranstaltung wurde Ziegahn mit der Bayerischen Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt ausgezeichnet.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

Hier lesen Sie die Webnachricht der UFS Schneefernerhaus.

 

Umweltmedizinische Forschung auf der Zugspitze

Das Schneefernerhaus liegt auf der Westseite der Zugspitze und bietet verschiedenen Institutionen die Möglichkeit, Forschung im alpinen Raum sowie in einer Höhenlage über 2000 Metern zu betreiben. Die Umweltmedizin unter Direktion von Professorin Claudia Traidl-Hoffmann ist dort im Bereich der Pollen- und Allergieforschung im Einsatz. Während volumetrische Pollenfallen die Messung des Vorkommens und der Häufigkeit von luftgetragenen Pollen und anderen Allergenen möglich macht, bieten die Räumlichkeiten der Forschungsstation die Möglichkeit, Personen mit Allergien über mehrere Tage hinweg zu beherbergen (wir berichteten). Von ihnen werden klinische Symptomdaten gesammelt, die mit der Pollenkonzentration in der Innen- und Außenluft sowie im Vergleich städtischer und alpiner Raum abgeglichen werden. Hierüber lassen sich protektive Faktoren des Alpenraumes ermitteln. Im Alpenraum ist es möglich, eine Allergie für einen bestimmten Zeitraum „auszuschalten“, dem Immunsystem damit zu helfen, wieder eine Toleranz gegenüber den Aeroallergenen zu entwickeln.

Für die nächsten Jahre plant die Umweltmedizin auf der UFS Schneefernerhaus im Rahmen der Kooperation VAO - Virtuelles Alpenobservatorium weitere wissenschaftlich-medizinische Aufgaben.

Darunter fällt:

  • Messung von Pollen und Sporen
  • Überprüfung des Ferntransports von Pollen
  • Ermittlung gesundheitsförderlicher Faktoren der Menschen im alpinen Raum
  • Entwicklung der "Zugspritze"  - eine Spritze, die protektive Faktoren des Alpenraumes zur Anwendung im urbanen Raum enthält

Über die aktuellen Forschungsaufgaben der Umweltmedizin informieren Sie die Webseite des Schneefernerhauses und die Nachrichten auf der UNIKA-T-Webseite.

 

Folgen Sie der Umweltmedizin am UNIKA-T auf Twitter:

@UNIKAT_IEM

@Traidl_Hoffmann

 

 

Claudia Traidl Hoffmann Thorsten Glauber 20 Jahre UFS (Foto: C. Traidl-Hoffmann) .. 3Das Foto zeigt v.l. StM Thorsten Glauber und Prof. Claudia Traidl-Hoffmann auf der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus. (Foto: C. Traidl-Hoffmann.)

Barth Clauber Neumann (Foto: C. Traidl-Hoffmann)Das Foto zeigt v.l. Dr. Christian Barth (Amtschef, Bayer. Umweltministerium), Thorsten Glauber und Markus Neumann (Geschäftsführer UFS)

Thorsten Glauber 20 Jahre UFS (Foto: C. Traidl-Hoffmann)Das Foto zeigt den Bayerischen Staatsminister für Umwelt, Thorsten Glauber, bei seinem Vortrag auf der UFS Schneefernerhaus (Foto: C. Traidl-Hoffmann)