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Effektives Netzwerk der Umweltmedizin - Patientenversorgung bei Psoriasis im Raum Augsburg

Forschung: Projekte und Publikationen

07.12.2018

Am 28.11.2018 begann am UNIKA-T das Projekt „Versorgung von PatientInnen mit Psoriasis“ durch eine Informationsveranstaltung für Rheumatologen, Dermatologien und Allgemeinmediziner aus dem Großraum Augsburg.

Eingeladen hatte Universitätsprofessorin Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann, UNIKA-T, die zu Beginn das Projekt vorstellte und gleich danach über Entstehung und Verlauf von Schuppenflechte (Psoriasis) und chronisch entzündlicher Hautkrankheiten referierte. Daran anschließend präsentierte Privatdozent Dr. med. Matthias Wahle medizinische Erkenntnisse zu Psoriasis arthritis, einer speziellen Form der Schuppenflechte, die insbesondere den Gelenkapparat der PatientInnen in Mitleidenschaft zieht. Beide sprachen zur Systemtherapie, die bei schweren Symptomen der Psoriasis zum Einsatz kommt und dank der medizinischen Forschung der letzten Jahre gezielter und mit geringeren Nebenwirkungen eingesetzt wird.

Evaluation der Versorgungssituation für die Verbesserung der Therapie

Für die Verbesserung der PatientInnen-Situation ist zunächst die Versorgungslage, also der Ist-Zustand zu ermitteln. Zu diesem Zweck erhielten die zahlreichen niedergelassenen Ärzte aus dem Großraum Augsburg einen Fragebogen ausgeteilt. Zu beantworten sind darin u. a.:

  • wie PatientInnen mit Psoriasis in den Praxen stationär versorgt werden,
  • welche Medikamente verschrieben werden,
  • wie es um die Einstellung der Ärzte zur Systemtherapie steht,
  • welche interdisziplinären Schritte bereits unternommen wurden,
  • wie der Bedarf nach Interdisziplinarität ist.

In einem weiteren Vortrag erklärte die UNIKA-T-Doktorandin Katharina Harter den Medizinern, wie sie den Fragebogen zur Evaluation am Studienzentrum der Umweltmedizin erstellt hatte. Zunächst hatte die Nachwuchswissenschaftlerin solche Kernfragen herausgearbeitet, die für die Bestimmung der Versorgungssituation repräsentativ sind. Danach versandte sie eine Test-Evaluation an Dermatologen und Rheumatologen, um etwaige Schwächen in der Konzeption ausfindig zu machen.

Den optimierten Fragebogen werden die Ärzte der Veranstaltung in den kommenden Wochen ausfüllen und dem Studienzentrum der Umweltmedizin am UNIKA-T zur Auswertung rücksenden. Dies sieht Traidl-Hoffmann als einen wichtigen Schritt an, um die Versorgungslage bei Psoriasis mittelfristig gemeinsam zu verbessern. Gerade die Interdisziplinarität ist für Sie das geeignete Werkzeug dafür, da der Erfahrungsaustausch zwischen den Ärzten die bestmögliche Therapieform wählen lässt und somit die Lebensqualität der PatientInnen wiederhergestellt werden kann.

 

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Das Foto zeigt Privatdozent Dr. med. Matthias Wahle bei seinem Vortag. (Foto: K. Harter / UNIKA-T)Das Foto zeigt Privatdozent Dr. med. Matthias Wahle bei seinem Vortag. (Foto: K. Harter / UNIKA-T)

Das Foto zeigt Professorin Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann bei ihrem Vortrag. (Foto: K. Harter / UNIKA-T)Das Foto zeigt Professorin Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann bei ihrem Vortrag. (Foto: K. Harter / UNIKA-T)

Das Foto zeigt die Doktorandin (Ph.D.) Katharina Harter mit dem Evaluationsbogen des Projekts. (Foto: T. Majewski / UNIKA-T)Das Foto zeigt die Doktorandin (Ph.D.) Katharina Harter mit dem Evaluationsbogen des Projekts. (Foto: T. Majewski / UNIKA-T)