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Forscher des Lehrstuhls und Instituts für Umweltmedizin haben Grund zum Feiern

26.09.2020

Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) zeichnet in diesem Jahr die Forschungsarbeiten von zwei jungen Spitzenforscher des Lehrstuhls und Instituts für Umweltmedizin/UNIKA-T aus. Mit den Preisen werden in jedem Jahr besondere wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Gebiet der Allergologie und klinischen Immunologie gewürdigt. Sie dienen der Förderung junger Wissenschaftler. Die Preisverleihung fand am Samstag, den 26.09.2020 im Rahmen des Deutschen Allergiekongresses in Wiesbaden statt, der unter dem Motto „Allergologie zwischen Grenzen und Möglichkeiten“ stand.

 

Die Doktoranden und zukünftigen Nachwuchs-Gruppenleiter Claudia Hülpüsch und Mehmet Gökkaya sind zusammen mit Professorin Claudia Traidl-Hoffmann und ihrem Team erfolgreich auf dem Weg, der zunehmenden Verbreitung allergischer Erkrankungen den Kampf anzusagen. „Ich bin sehr stolz, dass zwei der drei jährlich von der DGAKI verliehenen Preise, an unseren Lehrstuhl/unser Institut kommen und so unsere, im Zuge des Klimawandels immer wichtiger werdende Forschungsarbeit sichtbarer machen,“ so Claudia Traidl-Hoffmann, die Lehrstuhlinhaberin und Direktorin des Instituts.

 

Claudia Hülpüschs nun mit dem Nachwuchsförderpreis der DGAKI ausgezeichnete Forschungsarbeit richtet sich auf die Haut von Neurodermitikern. Innerhalb des von Dr. Matthias Reiger geleiteten Fachbereichs „Mikrobiologie“ beschäftigte sie sich mit Bakterien, die die erkrankte Haut besiedeln und fand heraus, dass die Menge des gefundenen Bakteriums Staphylococcus aureus darüber Aufschluss gibt, wie sich die Krankheitssymptome bei Patienten mit Neurodermitis entwickeln werden.

Mehmet Gökkaya wiederum rückt im Team „Umwelt-Immunologie“ unter der Leitung von PD Dr. Stefanie Gilles dem „Heuschnupfen“ auf den Leib. In der mit dem Förderpreis „Spezifische Immuntherapie“ der DGAKI ausgezeichneten Arbeit konnte er körpereigene Botenstoffe und Antikörper ausfindig machen, die die Stärke der Symptome von Pollenallergikern in der kommenden Saison vorhersagen und so Behandlungsmöglichkeiten verbessern können. So haben die Augsburger Umweltforscher eine Art Glaskugel der Vorhersage für Krankheitssymptome entwickelt.

Nicht nur Allergieforscher, sondern auch Allergiker haben also Grund zum Feiern.