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Hessischer Rundfunk zeigt Fernsehbeitrag zum Thema „Duftstoffe und Allergie“ mit Professorin Claudia Traidl-Hoffmann als Expertin

Presse-Informationen

02.05.2016

Künstliche und natürlich Düfte können Allergien und Asthma auslösen

Der Hessische Rundfunk (hr) übertrug am 27.04.2016, um 21 Uhr abends, in der Fernsehsendung „alles wissen“ einen Beitrag mit dem Titel: „Gefährliche Düfte“. Der Bericht informierte die Zuschauer über ein hochbrisantes Themenfeld: Den Einsatz von Duftstoffen in der Industrie und im öffentlichen Raum. Dies ist insofern von medizinischer Relevanz, weil das menschliche Immunsystem oftmals auch auf Duftstoffe eine ungewollte Abwehrreaktion einleitet. Dies kann in einer chronischen Form einer Kontaktallergie und anderen Intoleranzreaktionen münden. Im Falle einer Duftstoffintoleranz wird auch häufig die Diagnose MCS (MCS = Multiple chemischen Sensitivität) erstellt. Dabei kommen sowohl künstlich hergestellte als auch natürlich vorkommende Düfte und Duftstoffe als Auslöser für eine Intoleranzreaktion des menschlichen Immunsystems in Frage.

Professorin Claudia Traidl-Hoffmann erklärt die medizinischen Details

Im Fernsehbeitrag erläutert Universitätsprofessorin Claudia Traidl-Hoffmann vom Lehrstuhl und Institut für Umweltmedizin den Zuschauern die näheren Details mit Hilfe ihrer fachlichen Expertise. So führt zum Beispiel das mehrfache Verwenden unterschiedlicher Duftstoffe im gleichen Produkt zu einer Potenzierung der Allergiegefahr. Außerdem werden dadurch vorgegebene Grenzwerte für Duftstoffe einfach ausgehebelt. Traidl-Hoffmann erklärt die Folgen: „Registriert unser Immunsystem einen Duftstoff einmal fälschlicherweise als Krankheitserreger, kann es in Folge dessen zu einer dauerhaften Kontaktallergie kommen. Dabei entstehen mitunter Hautekzeme, die sich unter bestimmten Bedingungen großflächig auf der gesamten Haut ausbreiten können“. Bei einigen Patienten ist allerdings bereits das Einatmen von Duftstoffen Auslöser genug, um krankhafte Reaktionen im respiratorischen Trakt auszulösen. Die verschiedenen Ausprägungen der Immunreaktion auf Duftstoffe bemerkt Traidl-Hoffmann auch als praktizierende Chefärztin: „In der Ambulanz für Umweltmedizin am Klinikum Augsburg kommen häufig Patienten mit einer unspezifischen Intoleranzreaktion, um Hilfe zu erhalten. Hier kann es sich oftmals um eine Immunreaktion auf Duftstoffe handeln“. Es geht laut Traidl-Hoffmann in der Zukunft darum, die genauen Mechanismen der Multiplen Chemischen Sensitivität genauestens zu ermitteln, um passende Präventions- und Therapiemöglichkeiten zu finden.


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Portraetfoto Traidl Hoffmann 7Das Foto zeigt Universitätsprofessorin Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann

shutterstock 148531916MCS beeinträchtigt das Wohlbefinden