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Interdisziplinäre Publikation vom Lst. Brunner und dem Universitätsklinikum Augsburg „Bettenkapazitätssteuerung in Zeiten der COVID-19 Pandemie" akzeptiert

Presse-Informationen

09.07.2020

Die Arbeit zum Thema „Bettenkapazitätssteuerung in Zeiten der COVID-19 Pandemie - Eine simulationsbasierte Prognose der Normal- und Intensivbetten anhand der deskriptiven Daten des Universitätsklinikums Augsburg“ wurde in der Medizinzeitschrift Der Anaesthesist zur Publikation angenommen. Die Mitarbeiter Steffen Heider, Jakob Heins und Dr. Jan Schoenfelder vom Lehrstuhl Prof. Dr. Jens O. Brunner entwickelten ein Simulationsmodell zur Prognose der Bettenbelegung von COVID-19 Patienten auf Intensiv- und Normalstationen am Universitätsklinikum Augsburg. Das Modell wurde in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedin von Prof. Dr. Axel Heller und der 3. Medizinischen Klinik von Prof. Dr. Helmut Messmann am Universitätsklinikum Augsburg entwickelt. Die Kapazitätsprognosen geben den Entscheidungsträgern eine datenbasierte Entscheidungshilfe, um bei variablen Pandemieverläufen die benötigte Bettenkapazität abschätzen zu können. Für die Monte-Carlo Simulation werden verschiedene Inputparameter wie z.B. die Neuinfektionsrate, die Liegedauer, sowie die Anzahl der schwer erkrankten Patienten als Verteilung abgebildet, um eine eine Bandbreite an möglichen Verläufen darzustellen. Ein stochastisches Vorhersagemodell bietet gegenüber deterministischen Vorhersagemodellen eine bessere Interpretierbarkeit der Ergebnisse. Die Kapazitätsprognosen wurden zunächst im Universitätsklinikum Augsburg umgesetzt und später auch auf den Rettungsdienstbereich Augsburg und dann auf alle 26 Rettungszweckverbände in Bayern ausgeweitet.