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Professorin Claudia Traidl-Hoffmann als Expertin in der ZDF-Sendung "maybrit illner"

Presse-Informationen

09.11.2018

Das Fernsehformat „maybrit illner“ des Zweiten Deutschen Fernsehens, ZDF, ist bekannt für hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft. Da das Thema „Dieselabgase“ aktuell hoch im Kurs der deutschen Medienlandschaft und gesellschaftlich-politischen Diskussion steht, hat ZDF-Moderatorin Maybrit Illner darüber u. a. mit Cem Özdemir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, Helge Braun, Kanzleramtsminister, und Dr. Herbert Diess, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, diskutiert. Die Sendung mit dem Titel „Politische Geisterfahrt - wer zahlt für den Diesel-Skandal?“ lief am 25.10.2018 um 22:15 Uhr im ZDF und hatte mehr als 2 Millionen Zuschauer. Als Expertin zum Thema war UNIKA-T-Professorin Claudia Traidl-Hoffmann vor Ort und hatte mit mehr als fünf Minuten Redeanteil öffentlichkeitswirksam über die Erkenntnisse ihrer umweltmedizinischen Forschung sprechen können.


Die Folgen der Luftverschmutzung wirken langfristig - deshalb muss es auch langfristige Lösungen geben

Menschengemachte Schadstoffe aus Verbrennungsmotoren sind verantwortlich für viele chronisch entzündliche Erkrankungen. Zu diesem Schadstoffen gehören unter anderem grobe und feine Partikel, Stickoxide, flüchtige organische Substanzen und CO2. Als gesundheitlichen Folgen einer dauerhaften Exposition gegenüber diesen Schadstoffen gelten mitunter Herzinfarkt, Schlaganfall, Asthma, aber auch Diabetes und Einschränkungen der mentalen Gesundheit zählen dazu. Selbst wenn in Europa die Schadstoffe in der Außenluft stark reduziert würden, bestünden mit den derzeitigen Konzentrationen weiterhin große Gesundheitsrisiken. Folgende zentrale Punkte konnte Claudia Traidl-Hoffmann bei "maybrit illner" vermitteln:

  • Diesel-Fahrverbote in einzelnen Städten helfen der Gesundheit nicht. Es muss eine langfristige, nachhaltige Lösung gefunden werden. Hier sollte in Forschung investiert werden, die mit neuen Technologien und innovativen Krafstoffen saubere Mobilität möglich macht.
  • Der alleinige Fokus auf Stickoxide wird das Gesundheitsproblem durch Schadstoffe nicht beseitigen, denn es besteht sehr viel wissenschaftliche Evidenz für die schädliche Wirkung verschiedener Partikel in der Außenluft. Diese Partikel entstehen bei allen Verbrennungsmotoren und bereits sogar „nur“ durch den Reifenantrieb der Fahrzeuge. Das Elektroauto ist also neben der Problematik der „sauberen Energie“ (u. a. durch Schadstoffemissionen bei der Herstellung der Autos und der Stromversorgung) auch im Gebrauch nicht schadstofffrei.

Eine nachhaltige und ganzheitliche Lösung ist stets multifaktoriell! Dieses Kredo lässt sich aus dem Beitrag der Professorin ableiten, den Sie hier auf der ZDF-Mediathek nachhören und nachsehen können.

 

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Claudia Traidl-Hoffmann und Maybrit Illner (Copyright: ZDF/Jule Roehr)  Das Foto zeigt Professorin Claudia Traidl-Hoffmann im Gespräch mit ZDF-Moderatorin Maybrit Illner (Copyright: ZDF/Jule Roehr)

Claudia Traidl-Hoffmann und Maybrit Illner (2) (Copyright: ZDF/Jule Roehr)  Das Foto zeigt Professorin Claudia Traidl-Hoffmann und ZDF-Moderatorin Maybrit Illner (Copyright: ZDF/Jule Roehr)