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Professorin Claudia Traidl-Hoffmann als Expertin in der ZDF-Politsendung „maybrit illner“

Presse-Informationen

01.02.2019

Die aktuelle Diskussion um Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide sowie die Frage um die Schädlichkeit von Luftschadstoffen für die Gesundheit beschäftigt Politik, Medien und Gesellschaft gleichermaßen. Das ZDF-Format „maybrit illner“ brachte deshalb in der Sendung am 31.01.2019 das Thema „Fahrverbot und Tempolimit - muss Deutschland runter vom Gas?“. Rund 2,8 Millionen Fernsehzuschauer interessierten sich dafür. Moderatorin Maybrit Illner diskutierte die Thematik u. a. mit Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Robert Habeck , Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Cerstin Gammelin Journalistin und Autorin sowie Bernhard Mattes, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA).


Gemeinsame Erklärung der Forschungsgemeinschaft zur gesundheitlichen Gefährdung durch Luft-Schadstoffe

Wie bereits in der Sendung vom 25.10.2018 war Professorin Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin für Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg, UNIKA-T, erneut als Expertin im Gespräch mit Maybrit Illner. In Bezug auf eine Stellungnahme von 100 Lungenfachärzten, die eine gesundheitliche Gefährdung durch Luftschadstoffe in Frage gestellt hatte, erklärte Traidl-Hoffmann, die international Ärzte-Gemeinschaft habe in einer gemeinsam verfassten Erklärung (siehe Download unten) bekannt gemacht, dass Schadstoffe insgesamt krank machten. Über 70.000 Publikationen – bevölkerungsbasiert (epidemiologisch) und über komplexe Zellsysteme (molekularbiologisch) – seien eine sehr breite Evidenzbasis. Vor allem Kinder, die nahe befahrenen Straßen auf Höhe der Auspuffe atmen müssten, seien gefährdet. Wissenschaftlich werde eben datenbasiert gearbeitet, erklärte Traidl-Hoffmann später weiter. Auch Schadstoff-Grenzwerte am Arbeitsplatz seien bedenklich und sollten gegebenfalls gesenkt werden. „Die Dosis macht das Gift“, und am besten wären keine Schadstoffe, so Traidl-Hoffmann im ZDF. Die Gefahr einer genetischen Veränderung bestehe ebenfalls durch Schadstoffe. Die sogenannte Epigenetik könne dies zeigen.
(Zur Erklärung: Wenn epigenetische Veränderungen in der Keimbahn auftreten, dann können Umwelteinflüsse vererbbar werden.)

Insgesamt gelingt es Traidl-Hoffmann bei „maybrit illner“, zentrale wissenschaftliche Erkenntnisse der internationalen Forschungsgemeinschaft zum Thema „(Luft-)Schadstoffe und Gesundheit“ einfach verständlich den Fernsehzuschauern zu vermitteln. Das ist kompetente Wissenschaftskommunikation, die datenbasierte Evidenz einer breiten Öffentlichkeit erklärt. So eine Art der Kommunikation forderte auch die Deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek im Interview mit der Zeit Online am 27.03.2018 (hierüber berichtete auch der Tagesspiegel am 20.07.2018)

Für Interessierte kann die Expertise zur Gefährdung der Gesundheit durch Luftschadstoffe hier nachgelesen werden:

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