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Publikation zur Belastung durch Polypharmazie vom Lehrstuhl für Epidemiologie der LMU online

Forschung: Projekte und Publikationen

26.06.2019

Aufgrund des demographischen Wandels ist damit zu rechnen, dass die Belastung durch Polypharmazie und körperliche Funktionseinschränkungen zunehmen wird. Zahlreiche Studien haben den Zusammenhang zwischen diesen beiden Faktoren in beide Richtungen untersucht, was darauf hindeutet, dass physiologische Zusammenhänge bestehen.

Forscher des LMU Lehrstuhls für Epidemiologie am UNIKA-T Augsburg haben deshalb in einer bisher einzigen systematischen Übersichtsarbeit den Zusammenhang zwischen Polypharmazie und körperlicher Funktion in beide Richtungen bei älteren Personen untersucht. 

In den systematischen Review gingen insgesamt 17 Studien ein. Davon untersuchten 8 Studien den Zusammenhang zwischen Polypharmazie und körperlicher Funktion. Alle Studien bis auf eine fanden einen positiven Zusammenhang. Die anderen 9 Studien untersuchten die Beziehung zwischen körperlicher Funktion und Polypharmazie. Hier wurde in allen Studien – außer in einer – ein positiver Zusammenhang berichtet.

Der systematische Review konnte damit einen bidirektionalen Zusammenhang zwischen Polypharmazie und körperlicher Funktion bestätigen. „Bei beiden Faktoren handelt es sich um modifizierbare, d.h. veränderbare Faktoren und sollten daher bei der ärztlichen Behandlung vor allem älterer Patienten berücksichtigt werden“ berichtet Dr. Konstantinos Volaklis vom Lehrstuhl für Epidemiologie. Mit der durchgeführten Übersichtsarbeit konnten keine kausalen Zusammenhänge hergestellt und physiologische Mechanismen identifiziert werden.  Dies sollte zukünftig insbesondere durch randomisierte klinische Studien erforscht werden.  

 

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