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Translationale Immunologie in der Umweltmedizin erhält Forschungsförderung über 200.000 $ von der Job Research Foundation

Forschung: Projekte und Publikationen

15.01.2019

Förderung ermöglicht Forschung auf molekularer Ebene

Um die Ursachen von S. aureus Lungeninfektionen bei Patienten mit STAT3-Hyper-IgE Syndrom (STAT3-HIES), einem seltenen angeborenen Immundefekt, erforschen zu können, haben Dr. Vera Schwierzeck und Prof. Dr. med. Ellen Renner ein Forschungsprojekt initiiert. Ziel des Projektes ist, mit molekularen Methoden die Reaktion der Epithelzellen von STAT3-HIES-Patienten auf Infektionen mit S. aureus zu untersuchen. Dieses Vorhaben wird nun durch eine Förderung der Job Research Foundation ermöglicht. Die Job Research Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung aus den USA und unterstützt das Forschungsvorhaben des Fachbereichs für Translationale Immunologie in der Umweltmedizin mit einer Fördersumme in Höhe von 200.000 Dollar über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Lungeninfektionen bei HIES Patienten durch das Bakterium S. aureus

STAT3-HIES ist eine angeborene Erkrankung, die auf einer Fehlsteuerung des Immunsystems beruht. Die betroffenen Patienten sind anfällig für schwere Haut-Abszesse und Lungenentzündungen vor allem auf Grund einer Immunschwäche gegen das Bakterium Staphylococcus aureus.
Infektionen mit S. aureus stellen durch zunehmende Antibiotika-Resistenz ein gesundheitsökonomisches Problem und können auch für die breite Bevölkerung lebensbedrohlich werden. Die Immunabwehr gegen S. aureus ist trotz größter weltweiter Bestrebungen noch immer nicht komplett verstanden. Forscher am Lehrstuhl und Institut für Umweltmedizin untersuchen dieses Bakterium deshalb interdisziplinär (siehe dazu auch Stentzel et al., JID 2017, sowie Altunbulakli & Reiger, JACI 2018).

Der Fachbereich der Translationalen Immunologie in der Umweltmedizin intensiviert die Forschung an S. aureus mit diesem Projekt namens „Fighting Staphylococcus aureus infections at the mucosal surface in Job syndrome“. Anhand der zu erwartenden Ergebnissen möchten die Wissenschaftler um Professorin Renner nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Behandlung von Patienten mit dem seltenen STAT3-HIES leisten, sondern hoffen, dass ihre Forschung zu gundlegenden Erkenntnissen über S. aureus Infektionen verhelfen kann.

 

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S.aureus (Foto: UNIKA-T)Das Foto zeigt Isolate von S. aureus (lat. „aureus“ bedeutet „golden“). Auffällig ist dabei die unterschiedliche Gold-Färbung der Bakterienkolonien links und rechts . Die Proben stammen von zwei Probanden des UNIKA-T-Studienzentrums für Umweltmedizin. (Foto: V. Schwierzeck/UNIKA-T)